Regelbedarfsstufen rückwirkend ab dem 01. Januar 2012

Regelleistungen / Mehrbedarfszuschläge im SGB II ab dem 1. Januar 2012

Regelbedarfsstufen ab Wirksamwerden des Regelbedarfsermittlungsgesetzes
374,00 Regelbedarfsstufe 1 – ALG II für Volljährige
volljährige Alleinstehende, Alleinerziehende und Personen mit minderjährigem Lebenspartner oder mit Partner der Leistungen nach dem AsylbLG erhält (BSG v. 06.10.2011 - B 14 AS 171/10 R)
100 % § 20 Abs. 2 S. 1 SGB II iVm RB Vo S. 1 Nr. 1
337,00 Regelbedarfsstufe 2 – ALG II für Volljährige
Volljährige Partner innerhalb Bedarfsgemeinschaft
90 % § 20 Abs. 4 SGB II II iVm RB Vo S. 1 Nr. 4
299,00 Regelbedarfsstufe 3 – ALG II für Volljährige
für 18 - 24 jährige BG – Mitglieder im Haushalt der Eltern oder ohne Zustimmung des SGB II – Trägers Ausgezogene
80 % § 20 Abs. 2 S. 2 Nr. 2 SGB II iVm RB Vo S. 1 Nr. 3
287,00 Regelbedarfsstufe 3 – ALG II für Jugendliche
Für Jugendliche von 14 bis 17 Jahren
§ 23 S. 1 Nr. 1 SGB II i.V.m.
§ 77 Abs. 4 Nr. 1 + 4 SGB II II iVm RB Vo S. 1 Nr. 7
251,00 Regelbedarfsstufe 5 – Sozialgeld für Kinder
Sozialgeld für Kinder von 6 bis 13 Jahren
§ 23 S. 1 Nr. 1 SGB II i.V.m.
§ 77 Abs. 4 Nr. 3 SGB II II iVm RB Vo S. 1 Nr. 6
219,00 Regelbedarfsstufe 5 – Sozialgeld für Kinder
Sozialgeld für Kinder unter 6 Jahre
§ 23 S. 1 Nr. 1 SGB II i.V.m.
§ 77 Abs. 4 Nr. 2 SGB II II iVm RB Vo S. 1 Nr. 5

Die Regelbedarfsstufen werden ab 2012 anhand eines „Mischindexes” (70 % Preisentwicklung und 30 % Nettolohnentwicklung) jährlich fortgeschrieben.

Die Regierung hatte für RB-Stufe 4 einen RB von 275,- €, für RB-Stufe 5 einen RB von 242,- € und für RB-Stufe 6 einen RB von 213,- € errechnet, aus Opportunitätsgründen die Regelleistungen in alter Höhe weitergezahlt

 Mehrbedarfe 
63,58 bei 100 % RB
57,29 bei 90 % RB
50,83 bei 80 % RB
MB für Schwangere ab Beginn 13. Woche2 17 % § 21 Abs. 2 SGB II
134,64Alleinerziehende mit einem Kind unter 7 oder 2 und mehr Kindern unter 16 J.36 %§ 21 Abs. 3 Nr. 1 SGB II
44,88MB für allein Erziehende mit minderjährigen Kindern / pro Kind 12 % / max. 60 %12 %§ 21 Abs. 3 Nr.2 SGB II
130,90MB erwerbsfähige Behinderte, die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben gem. § 33 SGB IX erhalten35 %§ 21 Abs. 4 SGB II
50,83 – 63,58Nichterwerbsfähige, die voll erwerbsgemindert sind und einen Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen G haben 17 %§ 23 S. 1 Nr. 4 SGB II
37,40 – 74,80MB kostenaufwendige Ernährung10-20 %§ 21 Abs. 5 SGB II
in tatsächlicher Höhebei unabweisbarem, laufenden und nicht einmaligen Bedarf, der erheblich von durchschnittlichem Bedarf abweicht§ 21 Abs. 6 SGB II
2,00 – 8,00Mehrbedarf für Warmwasserzubereitung bei dezentraler Warmwassererzeugung, soweit nicht ein abweichender Bedarf besteht§ 21 Abs. 7 SGB II

Deckelung der MB‘s: Die Summe aller Mehrbedarfe nach § 21 Abs. 2 – 5 SGB II darf die maßgebliche Regelbedarfsstufe nicht überschreiten (§ 21 Abs. 8 SGB II). Bei dieser Addition sind MB‘s nach der Härtefallregelung außer Acht zu lassen. § 77 Abs. 5 SGB II bestimmt, dass bis zum 31.12.2011 alle Mehrbedarfe auf- und abzurunden sind, d.h. ab 2012 sind alle Mehrbedarfe nicht mehr zu runden!

Mehrbedarf für dezentral zubereitetes Warmwasser

Mehrbedarf bei dezentral (von der Heizung getrennt) zubereitetem Warmwasser
RegelbedarfsstufeMehrbedarf in % Betrag Regelbedarfshöhe
12,38,60 €374,00 €
22,37,75 €337,00 €
32,36,88 €299,00 €
41,44,02 €287,00 €
51,23,02 €251,00 €
60,81,75 €219,00 €

Es ist ein Mehrbedarf für Warmwasserzubereitung in genannter Höhe zu erbringen, soweit nicht ein abweichender Bedarf besteht (§ 21 Abs. 7 S.2 SGB II).

Mit dieser Regelung wird Warmwasser (WW) den Heizkosten zugeordnet (so auch 21 Abs. 7 S. 2 letzter Teilsatz SGB II), diese sind somit zunächst als tatsächliche und später angemessene WW-Kosten (§ 22 Abs. 1 SGB II) zu übernehmen. Wird das WW getrennt von der Heizung zubereitet, zB im Elektro-durchlauferhitzer, Elektrountertischgerät oder Gasboiler, dann besteht der Anspruch auf den WW-Mehrbe-darf. WW ist ab 1. Jan. 2011 nachzuzahlen, das JC muss bis Ablauf des Monats nach Ende des Bewilligungszeitraums den Bescheid korrigieren und nachzahlen (§ 77 Abs

Fussnoten

1) Alle Mehrbedarfe entsprechend der maßgeblichen Regelleistung