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| Datum: | Donnerstag, 12.04.2012 17:50 |
|---|---|
| Autor: | Red Rooster |
| Betreff: | Gentrifizierung. in Berlin - Aufruf zum 16.04.12 um 10 Uhr - Gerichtstermin |
| Text: | Das Anschreiben der Anwältin: Hallo, im Anhang übersende ich einen Aufruf an alle, am kommenden Montag, den 16.04.12 um 10 Uhr zum Gerichtstermin im Sozialgericht Berlin, Invalidenstr. 52, zu kommen. Es geht um das Thema Gentrifizierung. Eine Familie mit vier Kindern wird voraussichtlich gezwungen, die Innenstadt zu verlassen und an den Stadtrand zu ziehen. Wenn jemand Kontakte zur Presse hat, bitte diese gerne an mich verweisen. Öffentlichkeit ist ausdrücklich erwünscht. Email gerne weiterleiten. Liebe Grüße Anja Weidner Der Text des Aufrufes : FAMILIE K. SOLL AN DEN STADTRAND UMZIEHEN Familie K wohnt seit 15 Jahren in der Steinmetzstraße in Berlin Schöneberg und hat vier Kinder. Die drei Mädchen sind 18, 17 und 15 Jahre alt. Sie besuchen die 12., 11. und 9. Klasse. Der Sohn ist 13 Jahre alt und besucht die 8. Klasse. Alle Kinder sind im Bezirk Schöneberg geboren und aufgewachsen. Schon vor der Umzug hat die Familie in Schöneberg gewohnt und zwar in der Gotenstraße. Herr K. leidet an einem Hypophysentumor was dazu führt, dass die Versorgung der Organe mit Hormonen gestört ist. Außerdem drückt der Tumor auf den Sehnerv. Er ist deshalb als schwerbehindert anerkannt. Es kann jederzeit eine massive Verschlechterung des Gesundheitszustands eintreten. Mit der Erkrankung verbunden ist eine allgemeine Einschränkung der Leistungsfähigkeit. Er muss deshalb regelmäßig verschiedene Ärzte aufsuchen und erhält Spritzen. Die Ärzte befinden sich in Wohnungsnähe bzw. sind von dort aus gut zu erreichen. Trotzdem war es ihm bislang möglich, nebenher geringfügig in einem An- und Verkaufsladen zu arbeiten. Er kennt sich gut mit Computern aus und kann diese reparieren. Herr K. ist gelernter Zahntechniker und hat diesen Beruf auch jahrelang ausgeübt. Wegen Geschäftsschließung wurde er zum Ende des Jahres 2011 gekündigt. Die Miete für die Wohnung der allod Immobilien- und Vermögensverwaltungsges. mbH & Co. KG (früher: WIR) betrug bei Einzug im Jahr 1997 DM 1304,76 . Inzwischen hat sich die Miete verdoppelt und beträgt zur Zeit € 1230,00. Die Familie wurde bereits 2007 aufgefordert, die Wohnungskosten zu senken. Seit dem 01.7.08 werden nur noch € 755,00 als angemessene Kosten anerkannt. Bislang konnte die Familie den Rest der Miete selbst durch Ausschöpfung des Dispokredits, geringfügie Tätigkeit durch Herrn K. sowie der eigentlich zum Lebensunterhalt vorgesehenen Leistungen noch finanzieren. Wegen der fehlenden zusätzlichen Einnahmen ist dies nun nicht mehr möglich. Herr K. ist deshalb schon seit langer Zeit auf der Suche nach einer günstigeren Wohnung. Er hat jetzt möglicherweise ein Wohnungsangebot im Bezirk Staaken (Spandau), genaueres wird sich nächste Woche herausstellen. In diesem Fall müssten die beiden jüngsten Kinder die Schule wechseln. Ein Eil- und Beschwerdeverfahren beim Sozial- und Landessozialgericht Berlin-Brandenburg war erfolglos. Am kommenden Montag, den 16.04.12 ist nun ein Verhandlungstermin anberaumt worden, in dem über die Klage der Familie auf Übernahme der vollen Wohnungskosten entschieden werden soll. >> Der Termin ist um 10 Uhr im Saal 3 im Erdgeschoss des Berliner Sozialgerichts in der Invalidenstraße 52. Die Verhandlung wird von der Richterin Frau Krüger geführt. |
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Gentrifizierung. in Berlin - Aufruf zum 16.04.12 um 10 Uhr - Gerichtstermin • Red Rooster • Donnerstag, 12.04.2012 17:50
nur so ein paar Gedanken dazu... • Hanns-Horst • Freitag, 13.04.2012 17:23
schön,was du dir alles vorstellen kannst - kennst du auch die Realität? ot • Regina 25 • Freitag, 13.04.2012 18:22
Von Schöneberg nach Spandau-Staaken • gutermannhier • Freitag, 13.04.2012 02:58
nur eine Beispielstudie - sie sollte jedem zu denken geben • Regina 25 • Freitag, 13.04.2012 01:15
Zufall! Genau da habe ich mal gewohnt owt • Dorfbengel • Freitag, 13.04.2012 15:10
Super mit der Veröffentlichung des Gerichtstermines • behoerdenmarathonalg2 • Donnerstag, 12.04.2012 19:22
Montag, den 16.04.12 um 10 Uhr, Gerichtstermin SG Berlin, Invalidenstr. 52 • Red Rooster • Donnerstag, 12.04.2012 17:52
Einige vielleicht nervende Fragen • dostejewsky • Donnerstag, 12.04.2012 19:17
Re: Einige vielleicht nervende Fragen • Rübezahl • Donnerstag, 12.04.2012 23:28
Re:RE: vor fünf Jahren war das Thema Gentrifizierung in Berlin • eiskalte engel • Donnerstag, 12.04.2012 21:23
wo wohnst du - in Berlin wohl nicht - oder? Aber lies selbst • Regina 25 • Donnerstag, 12.04.2012 20:31
Fehlt was • Bernhard II • Donnerstag, 12.04.2012 19:04
wünsche volle Haus viel Erfolg + Glück owT • JRS • Freitag, 13.04.2012 02:19